Wamoz – Projekt für Gastronomie und Hotellerie

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Wamoz – Projekt für Gastronomie und Hotellerie

Die Corona-Krise war und ist für viele Unternehmen, besonders aus der Hotel- und Gastronomie ein harter Schlag. Viele neue Herausforderungen gilt es zu bewältigen. Das Überregionale Ausbildungszentrum in Waren (ÜAZ) setzt genau da an und hat mit dem Projekt Wamoz verschiedene Ansätze, zu unterstützen.
Wir haben uns mit Projektleiterin Merle Pelikan getroffen und ihr Fragen zu dem Projekt gestellt.

Merle, du arbeitest seit Juni 2021 in dem neuen Projekt Wamoz vom ÜAZ in Waren. Was ist das und an wen richtet sich das Projekt?

Wamoz ist ein Projekt für die Gastronomie und Hotellerie an der Mecklenburgischen Seenplatte. Da das Projekt über die Europäische Union als Teil der Reaktion auf die COVID 19-Pandemie finanziert wird, ist es für Teilnehmende kostenfrei. Die drei Kernthemen sind Beratung, Weiterbildung und Netzwerkaufbau. Durch die langjährige Branchenerfahrung des ÜAZ, insbesondere auch durch die durchgeführten Teilqualifizierungen im Hotel- und Gaststättenbereich haben wir gelernt, dass Branchengewohnheiten stets kritisch hinterfragt werden sollten. Die Pandemie hat das Gastgewerbe besonders hart getroffen – mit unserem Projekt wollen wir Partner bei der gemeinsamen Findung individueller Lösungen sein.

Welche Themen habt ihr euch für das Projekt vorgenommen?

Gerade das Thema Employer Branding liegt uns besonders am Herzen. Durch die Folgen des demografischen Wandels, der rückläufigen Schülerzahlen und der „scheinbar unattraktiven“ Aufgaben und Arbeitszeiten sind Ausbildungs- und Arbeitsplätze oft schwierig zu besetzen. Das Projekt zeigt Möglichkeiten und Optimierungschancen für Arbeitgeber auf. Auszubildende bzw. Arbeitskräfte zu suchen wird mehr und mehr zur Herausforderung. Diese Menschen dann auch für sich zu gewinnen bzw. langfristig zu halten, ist besonders in dieser Branche herausfordernd. Durch Coachings und vor allem als Kommunikationsmitglied bzw. -bindeglied zwischen Personal und Arbeitgeber fungiert das Projekt mit seinen praktischen Instrumenten als zuverlässiges Hilfsmittel für eine bewusstere Personalpolitik.

Gern beraten und unterstützen wir auch bei den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Nachhaltigkeit und Personalführung. Da meine Kollegin Frau Schulze und ich beide „vom Fach“ sind, können wir auch kompetent in den Abteilungen Rezeption, Bankett, Housekeeping und Restaurant beraten.

Merle Pelikan arbeitet aktiv im Projekt und kann auf eine Menge Erfahrung zurückgreifen.

In welcher Form unterstützt ihr Unternehmen aus der Gastronomie in der Seenplatte?

In der Beratung gehen wir individuell vor und können viele Themenbereiche abdecken, zum Beispiel: die Optimierung von Arbeitsabläufen, Unterstützung bei Neustrukturierungen, Hilfe bei der Erstellung von saisonverlängernden Maßnahmen und die Steigerung von Gast- und Personalzufriedenheit.

Wir bieten umfangreiche Hotelchecks, inklusive Maßnahmen zur Optimierung an. Gern analysieren wir auch nur einzelne Abteilungen. Wir priorisieren, was den Unternehmen wichtig ist.

Wir möchten ein Unterstützungsnetzwerk schaffen, wo sich Akteure der Branche austauschen, auf bewährte Instrumente zurückgreifen können und neue Ideen diskutiert werden.

Wo finden interessierte Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie mehr Informationen über das Projekt?

Da Wamoz sehr individuell ausgerichtet ist, geht das am Besten im persönlichen Gespräch. Auf unserer Internetseite stellen wir regelmäßig die Termine der Workshops vor und stellen regelmäßig neue Informationen zur Verfügung.

Aktuell kann man bei euch im ÜAZ den Ausbilderschein im Schnellverfahren machen. Wie genau läuft das ab?

Durch Gespräche mit Unternehmen hat sich dieser Bedarf offenbart. Meine Kollegin Frau Müller-Hirchert, welche seit Jahren den AEVO-Kurs leitet, hat schnell und flexibel reagiert.

In einer Gruppe von maximal 4 Teilnehmenden werden die Inhalte an 3 Tagen zu 4 Stunden besprochen. Diese Form des Kurses verlangt den Teilnehmenden natürlich eine Selbstlernphase ab, das heißt die Handlungsfelder müssen zu Hause erarbeitet werden. Die Lehrmaterialien werden vor dem Kurs zur Verfügung gestellt.

Wir nehmen interessierte Personen mit ihren Zeitwünschen in unsere Warteliste auf und legen die Termine mit den einzelnen Gruppen dann zusammen fest.

Die Weiterbildung läuft nicht über Wamoz, hier entstehen also Kosten – aber es gibt auch Fördermöglichkeiten. Der AEVO Kurs kostet 450,00 €. Dazu kommen noch IHK Gebühren für die Prüfung von 125,00 €. Bis Ende 2021 kann man die Bildungsprämie als Arbeitnehmer in Anspruch nehmen oder dann auch den Bildungsscheck für Unternehmen.

Der erste Workshop findet am 9.11.21. von 16-18 Uhr statt. „Vom Praktikum zur Ausbildung“ ist das Thema und alle Ausbilder*innen und personalverantwortlichen Personen sind herzlich eingeladen, sich mit uns zu diesem Thema auszutauschen. Unsere Dozent*innen an diesem Tag werden von Wamoz, Löwenpitch und Topstarter sein.

Vielen Dank Merle Pelikan für die Informationen!

Termine für Workshops für Hotellerie und Gastronomie innerhalb des Wamoz-Projektes

 

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